VAA im Offenen Abend:
"VAA" heißt nicht etwa "viel Alkohol abgekriegt", "vor allem anderen" oder "vom Affen abstammend", sondern "Von Anfang An".
"Gott kennen lernen - von Anfang an - ...den Alltag von Babys und Kleinkindern mit Gott in Verbindung bringen". So steht es auf dem entsprechenden Handbuch von Jugend mit einer Mission.
Was verbirgt sich dahinter und wie sieht diese Arbeit mit 0- bis 3-järigen Kindern im Offenen Abend aus?

Entstehungsgeschichte und Grundlagen:
Das Konzept wurde von Mitarbeiterinnen von Jugend mit einer Mission in Hurlach entwickelt und zur Nachahmung empfohlen.
Sicherlich wird mancher fragen: Ist es nicht etwas früh für ein Baby, das noch nicht mal sprechen kann?
Von der Entwicklungspsychologie her hat sich gezeigt, dass die ersten Lebensjahre eines Kindes von entscheidender Bedeutung sind.
So wird das Grundprogramm im Gehirn schon in den ersten Lebensmonaten gelegt. Nach dem 4. Lebensjahr ist schon sehr viel
festgelegt und es nicht mehr so einfach, etwas an der Einstellung oder Prägung zu verändern. Vieles, was in dieser Zeit
gespeichert wird, kann später wieder abgerufen werden.
Wie wir auf das Baby eingehen, darauf reagieren, so prägen wir das Baby. Hier spielt auch das Urvertrauen eine große Rolle.
Es ist die Basis für den christlichen Glauben. Glauben und Vertrauen sind nahezu identisch. Durch die Eltern erfährt das Kind die
Liebe und Annahme Gottes.
Die Bibel beschreibt ganz klar, wie wichtig Gott die Kinder sind und welche Aufgaben die Eltern haben:
Gott schenkt Kinder. Sie sollen eine Bereicherung sein (Ps. 127, 3)
Gott hat eine Berufung für jeden und zwar die richtige. Eltern haben die Berufung, Kinder zu Gott zu führen und ihnen Gott lieb zu machen. Eltern sollen beim Kind offen sein, damit das Kind das machen kann, wozu Gott es berufen hat (Jer. 1,4-5 + Gal. 1,15).
Gott will, dass die Eltern das weiter geben, was sie von Gott wissen (Psalm 78, 3-8).
Gott legt seinen Geist schon in das Kind hinein, schon im Mutterleib. Kinder können somit den Zuspruch Gottes empfangen. Die Eltern sollen dafür sorgen, dass dieser Geist wächst (Lukas 1,15+41).
Gott kann sich in Kindern offenbaren und durch sie sprechen. Eltern sollten dafür offen sein (Matt 21,12-17).
Zielsetzung:
Den Kindern soll eine biblisch-christliche Weltsicht vermittelt werden. Dabei sollen folgende Fragen beantwortet werden:
Die Bibel beschreibt ganz klar, wie wichtig Gott die Kinder sind und welche Aufgaben die Eltern haben:
- Woher komme ich?
- Woher beziehe ich meinen Wert?
- Wohin gehe ich, was ist mein Ziel?
- Woher weiß ich, was ich weiß?
Gott soll als liebender Vater kennen gelernt werden. Dies ist besonders in der "vaterlosen Gesellschaft" wichtig.
Was verbirgt sich dahinter und wie sieht diese Arbeit mit 0- bis 3-järigen Kindern im Offenen Abend aus?
Umsetzung im OA:
Seit 1995 gibt es auch im OA VAA-Gruppen.
In der Regel treffen wir uns alle 2 Wochen zum gemeinsamen Frühstück, immer in einer anderen Wohnung. Das Frühstück soll den Müttern Gelegenheit geben, sich auszutauschen und die Kinder können miteinander spielen. Vor oder nach dem Frühstück wird das Programm für die Kinder gemacht. Es dauert ca. 10 bis 15 min, was aber auch völlig ausreicht. Jedes Kind wird einzeln von einer Handpuppe begrüßt. Die Kinder werden dann mit möglichst unterschiedlichen Sinnen mit einem bestimmten Thema konfrontiert. Es wird gesungen, es gibt etwas zum Anfassen und in der Regel wird noch etwas zur Veranschaulichung mitgebracht. So wurde beispielsweise das Thema "Hühner/Kücken" so verdeutlicht, dass ein kleiner Bauernhof aufgebaut wurde (mit einem wirklich krähenden Hahn) und die Kinder ein Stück gekochtes Ei essen durften. Dabei wird immer wieder betont, dass Gott das alles geschaffen hat und uns lieb hat.
Abschließend wird gebetet und ein Schlusslied gesungen.
Auch wenn die Kinder noch sehr klein sind, sitzen sie meistens ruhig da und verfolgen das Programm aufmerksam.
Zu diesen Gruppen lassen sich andere Mütter unglaublich leicht einladen, auch wenn sie selber mit dem Glauben nicht viel zu tun haben. So können sich dann Beziehungen und Gespräche entwickeln.
Verantwortlich für diese Arbeit sind im Moment Simone Barion und Kerstin Heinemann. Wer Kinder in diesem Alter hat und Lust hat, dazu zu kommen, ist herzlich eingeladen. Oder wenn jemand Mütter mit Kindern kennt, kann er/sie diese natürlich auch einladen. Auch neue Mitarbeiterinnen sind herzlich willkommen.